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Die nächsten Termine

16.09. - JRK

20.09. - JRK U 12

30.09. - JRK/Bereitschaft

 

 

 

Blutspenden

Weil ein bestimmter Mann zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort war, darum wurde das Rote Kreuz gegründet

Am Abend des 24. Juni 1859 kam der schweizer Geschäftsmann Henry Dunant am Schlachtfeld bei Solferino vorbei. Es lagen etwa 38.000 Verwundete, Sterbende und Tote auf dem Schlachtfeld, ohne dass ihnen jemand Hilfe leistete. Zutiefst erschüttert davon, was er sah, organisierte er spontan mit Freiwilligen aus der örtlichen Zivilbevölkerung, die notdürftige Versorgung der verwundeten und kranken Soldaten. In einer Kirche richtete er ein Behelfshospital ein.

 

Es fehlte an fast allem: an Helfern, an Fachwissen und an medizinischem Material und Verpflegung. Dunant und die seinem Aufruf folgenden Helfer machten bei ihrer Hilfeleistung keinen Unterschied zwischen den Soldaten hinsichtlich ihrer nationalen Zugehörigkeit. Berühmt für diese Einstellung wurde die Losung „Tutti fratelli“ (ital. Alle sind Brüder). Es gelang Dunant, von den Franzosen gefangengenommene österreichische Armeeärzte für die Versorgung der Verletzten freigestellt zu bekommen. Er richtete Behelfskrankenhäuser ein und ließ auf seine Kosten Verbandsmaterial und Hilfsgüter herbeischaffen.

 

Da er das in Solferino Erlebte nicht vergessen konnte, schrieb er das Buch „Eine Erinnerung an Solferino“. Er beschrieb die Schlacht, das Leiden und die chaotischen Zustände in den Tagen nach der Schlacht. Darüber hinaus entwickelte er in diesem Buch die Idee, wie zukünftig das Leid der Soldaten verringert werden könnte: Auf einer Basis von Neutralität und Freiwilligkeit sollten in allen Ländern Hilfsorganisationen gegründet werden, die sich im Fall einer Schlacht um die Verwundeten kümmern würden. Im September 1862 ließ er das Buch an führende Persönlichkeiten aus Politik und Militär in Europa verteilen.

 

 

Der Präsident der Genfer Gemeinnützigen Gesellschaft machte das Buch und Dunants Ideen zum Thema der Mitgliederversammlung der Gesellschaft, die eine Kommission bestimmte. Während der ersten Tagung am 17. Februar 1863 beschlossen die fünf Mitglieder, die Kommission in eine ständige Einrichtung umzuwandeln. Dieser Tag gilt als Gründungsdatum des Internationalen Komitees der Hilfsgesellschaften für die Verwundetenpflege, das seit 1876 den Namen Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) trägt.

 

Im Oktober 1863 kam es in Genf zu der vom Internationalen Komitee geplanten Konferenz. Vertreter von 14 Ländern nahmen daran teil und berieten über Maßnahmen zur Verbesserung der Hilfe für im Felde verwundete Soldaten. Ein Jahr später fand eine diplomatische Konferenz statt, in deren Rahmen von zwölf Staaten die erste Genfer Konvention unterzeichnet wurde. Hier einigte man sich auch auf ein einheitliches Symbol zum Schutz der Verwundeten und des Hilfspersonals: das leicht und weithin erkennbare Rote Kreuz auf weißem Grund, die Umkehrung der Schweizer Flagge.

Emblem der Föderation

Roter Halbmond

Roter Löwe mit roter Sonne

Das Zeichen des dritten Zusatzprotokolls, auch „Roter Kristall“ genannt

Emblem von Magen David Adom Roter Davidstern

 

 

 

 

 

Die Genfer Konventionen gehören auch noch heute zu den wichtigsten Errungenschaften für Soldaten und Gefangene im Kriegsfalle. Sie sind geprägt vom humanistischen Gedanken.

 

In den Ländern des Deutschen Reichs erfolgte die Gründung von Rotkreuzgemeinschaften zunächst relativ unabhängig voneinander, meist auch unter anderem Namen. Am 12. November 1863 wurde der Württembergische Sanitätsverein als erste Nationale Rotkreuz-gesellschaft gegründet.

 

Zwölf Landesverbände gründeten am 20. April 1869 das „Centralkomitee der deutschen Vereine zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger“, das ab Dezember 1879 den Namen „Zentralkomitee der deutschen Vereine vom Roten Kreuz“ trug und seinen Sitz in Berlin hatte.

 

Am 25. Januar 1921 erfolgte der Zusammenschluss aller deutschen Landesvereine und Landesfrauenvereine zum Deutschen Roten Kreuz e.V. mit Sitz in Berlin.

 

Im Dezember 1937 werden die Gliederungen des DRK aufgelöst. Die Organisation wird nach dem „Führerprinzip“ strikt hierarchisch gegliedert. Das DRK verliert alle Wohlfahrtseinrichtungen, das JRK wird aufgelöst.

 

Die Neugründung des DRK in der Bundesrepublik Deutschland erfolgte am 4. Februar 1950.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 (4 Trage Wagen)

 

 

 

 

Am 30. Juni 1935 begeht die Bereitschaft ihr 25jähriges Jubiläum bei Anwesenheit des Präsidenten des Württembergischen Landesverbands des Roten Kreuzes, Stadtrat Dr. Hagelmaier, und des Kommandeurs der Württembergischen Sanitätskolonnen des Roten Kreuzes, Generalleutnant a. D. von Greif.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus dem 2. Weltkrieg heimgekehrte Mitglieder finden sich wieder zusammen und erwecken am 4. August 1946 den Ortsverein des DRK in Weinsberg zu neuem Leben.

 

Am 3. Februar 1951 übernimmt Bürgermeister Heim den Vorsitz des Ortsvereins. Am 26. August feiert der Ortsverein sein 40 jähriges Bestehen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1960 50jähriges Jubiläum mit Festabend, Übungen und Gedenkfeier zum 50. Todestag von Henry Dunant. Der Kanadische Präsident des JRK besucht das Landesdurchgangslager

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1966 Gründung einer Jugendrotkreuz-Gruppe. Otto Walther wird zum Ehrenbereitschaftsführer ernannt.

1972 Bürgermeister a. D. Heim wird Ehrenvorsitzender. Bürgermeister Klatte übernimmt den Vorsitz des OV. JRK- Gruppe erreicht 4. Platz im Landesentscheid des JRK-Wettbewerbs. Und ich sage nicht ohne Stolz, es war meine Jugendgruppe.

 

Im Jahre 1973 verstirbt unser 2. Vorsitzender Otto Walther nach 63 jähriger aktiver Mitgliedschaft.

 

1983 Erstmals Sanitätsgruppe des OV im Landesentscheid des EH-Leistungsvergleiches der Bereitschaften. Erhält Ludwig-Schröder-Gedächtnis-Medaille.

 

 

1984 Großübung auf der Baustelle des Kernkraftwerkes in Neckarwestheim.

Katastrophenschutz: Seit den 50iger Jahren Hilfszugsabteilung II auf Landesebene, 1978 Betreuungszug II, heute Einsatzeinheit Ost

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1985 Erweiterung der DRK-Räumlichkeiten vorgesehen. Ausbau des K-Schutzes.

75 Jahre DRK Weinsberg.

 

 

 

 

1988 Beziehen des neuen JRK Raumes. Teilnahme K-Schutzübung mit der Verpflegung von 500 Personen.

 

1989 Einrichten und Betrieb eines Übergangwohnheimes für Übersiedler aus der ehemaligen DDR in Leingarten und Weinsberg.

 

1993 Amtsübergabe 1. Vorsitzender BM J. Klatte an Heinz Nitsche. BM J. Klatte wird Ehrenmitglied.

 

 

1995 Ehrung Emil Hoffmann für 70-jährige Aktive Mitgliedschaft.

 

1998 Amtsübergabe 1. Vorsitzender Heinz Nitsche an BM Walter Kuhn.

 

 

 

2001 verstirbt unser langjähriger Ausbilder und stellvertretender Vorsitzender Heinz Rothländer. Herr Karl-Heinz Machauer übernimmt das Amt des 2. Vorsitzenden.

 

 

 

 

2004 Amtsübergabe 1. Vorsitzender BM Walter Kuhn an BM Stefan Thoma.

 

Jugendfeuerwehrtag: Verpflegung von 500 Jugendlichen

 

 

 

2007 Einweihungsfeier der neuen DRK Garage.

 

 

 

26. bis 28. Juni 2009 Zeltlager OV Schönfeld-Weißig in Sachsen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

07. März 2010 eine tolle Überraschung zum Weibertreulauf, 15 cm Neuschnee

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir haben Glück gehabt mit unseren Vorsitzenden nach dem 2. Weltkrieg

 

BM Erwin Heim, BM Jürgen Klatte, Heinz Nitsche, BM Walter Kuhn und jetzt BM Stefan Thoma sind dem Roten Kreuz mit viel Engagement vorgestanden

 

Wir hatten auf jeden fall noch mehr Glück mit unseren 2. Vorsitzenden

Otto Walther, Heinz Rothländer und jetzt Karl-Heinz Machauer standen und stehen für das Rote Kreuz in Weinsberg.

 

Es waren Männer und Frauen, teilweise ganze Familien, die für das Rote Kreuz eingestanden und im Ehrenamt engagiert sind. Ich nenne hier stellvertretend für viele: Hermann Riekher, den nur noch die älteren unter uns kennen werden. Er hat noch zusammen mit anderen mit der Rolltrage am Sonntag Dienst in Weinsberg gemacht. Damals gabs noch keinen Rettungsdienst. Harry Murso, der heutige Bürgermeister von Obersulm gehörte lange Jahre zu unserer Einsatzmannschaft auf der Autobahn. Jürgen Wöhr, der lange Zeit der Bereitschaft Vorstand. Dieter EHA Hartmaier, Materialwart mit Leib und Seele, der leider viel zu früh verstarb. Die Familie Schenk, über 30 Jahre der Begriff für das Rote Kreuz in Ellhofen. Wilfried Thimig erprobt an der Feldküche und als Einweiser beim Blutspendedienst. Unsere unvergessenen Kassierer Emil Hoffmann und Franz Mühlhauser die zusammen über 50 Jahre die Kasse verwalteten. Und natürlich Rudi und Jutta Lang, Rudi der Arbeiter im Hintergrund und Jutta die Chefköchin und das Arbeitstier im Katastrophenschutz und in der Sozialarbeit.

 

Und heute sind wir froh, dass wir mit Werner Wolf und Uli Hoffmann, 2 engagierte und motivierte Kräfte an der Spitze der Bereitschaft haben. Und ich bin froh, dass wir so viele junge Kameradinnen und Kameraden in unserer Bereitschaft haben, die auch noch 100 Jahre nach dem Tode von Henry Dunant für die Grundsätze des Roten Kreuzes eintreten.

 

Wir sind aber auch allen nicht genannten dankbar, die in den vergangenen 100 Jahren für die Grundsätze des Roten Kreuzes in Weinsberg eingetreten sind und aktiv mitgeholfen haben.

 

 

 

 

 

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